
Das parietale System – was strukturelle Osteopathie umfasst
Die strukturelle Osteopathie widmet sich dem sogenannten parietalen System: dem Bewegungsapparat aus Knochen, Gelenken, Wirbelsäule, Muskeln, Sehnen, Bändern und Faszien. Es ist jener Teil des Körpers, der uns aufrecht hält, trägt und in Bewegung bringt. Wie ein Treibholz, das vom Wasser des Salzhaffs geformt wird, trägt auch Ihr Körper die Spuren von Belastung, Haltung und alten Verletzungen – und genau hier setzt meine Arbeit an.
Mit den Händen prüfe ich die Beweglichkeit einzelner Gelenke und Wirbelsegmente, taste die Spannung der Muskulatur und die Gleitfähigkeit der Faszien. Ist ein Gelenk in seiner natürlichen Bewegung eingeschränkt, spricht man osteopathisch von einer Bewegungseinschränkung oder Dysfunktion. Mein Ziel ist, diese Beweglichkeit behutsam wiederherzustellen, damit Spannungsmuster sich lösen können und der Körper wieder freier arbeitet.
Wie ich strukturell arbeite
Strukturelle Osteopathie bedeutet nicht ruckartiges Einrenken. Ich arbeite mit fein dosierten Techniken: sanfte Mobilisationen, Arbeit an der Muskelspannung, Dehnungen und Impulse, die die Beweglichkeit anregen. Welche Technik zum Einsatz kommt, richtet sich nach Befund, Konstitution und natürlich nach Ihrem Empfinden. Wichtig ist mir der ganzheitliche Blick: Eine Einschränkung im unteren Rücken kann ihre Ursache in der Statik des Beckens, in einer alten Knöchelverletzung oder in einer Spannung des Zwerchfells haben. Deshalb betrachte ich nie nur die schmerzende Stelle, sondern die Zusammenhänge im ganzen Körper.
Bei welchen Themen sie unterstützen kann
Viele Patientinnen und Patienten kommen mit Beschwerden rund um den Bewegungsapparat zu mir. Eine strukturell-osteopathische Behandlung kann begleitend unterstützen bei:
- Rücken- und Kreuzschmerzen sowie Verspannungen im unteren Rücken
- Nacken- und Schulterverspannungen, etwa durch lange Bildschirmarbeit
- eingeschränkter Beweglichkeit von Gelenken nach Fehlbelastung
- wiederkehrenden Spannungsmustern in der Muskulatur
- Beschwerden nach langer Schonhaltung oder einseitiger Belastung
Ob die strukturelle Osteopathie in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir gemeinsam im persönlichen Gespräch und in der Untersuchung. Häufig verbinde ich den strukturellen Ansatz mit viszeraler oder kraniosakraler Arbeit, weil der Körper eine Einheit ist und sich Spannungen über verschiedene Systeme hinweg ausbreiten.
Was Sie in der Behandlung erwartet
Am Anfang steht immer das Gespräch. Ich möchte verstehen, wie Ihre Beschwerden entstanden sind, wie Ihr Alltag aussieht und welche Belastungen auf Sie wirken – ob Schreibtischarbeit, körperliche Tätigkeit oder Sport. In der Erstbehandlung nehme ich mir dafür 90 Minuten Zeit. Anschließend untersuche ich Ihre Haltung, die Beweglichkeit der Wirbelsäule und der großen Gelenke und taste die Spannung von Muskulatur und Faszien ab. Aus diesem Bild ergibt sich die Behandlung. Sie liegen oder sitzen dabei bequem; die Techniken sind dosiert und an Ihr Empfinden angepasst. Vieles, was Sie zwischen den Terminen selbst tun können – Bewegung, Haltung im Alltag, kleine Übungen –, bespreche ich offen mit Ihnen, denn die Eigenaktivität ist ein wichtiger Teil des Wegs.
In meine Praxis in der Leuchtturmstraße in Ostseebad Rerik kommen Menschen aus der ganzen Region – aus Kühlungsborn, Bad Doberan, Neubukow und bis nach Rostock und Warnemünde. Als reine Privatpraxis behandle ich Sie ohne Überweisung und nehme mir die Zeit, die eine gründliche strukturelle Arbeit braucht.